Historie

Pferdemarkt - Pferdestall
Heilbronner Pferdemarkt

Pferdemärkte haben eine große Tradition im in der Region Heilbronn Hohenlohe Franken. Und so besteht auch der Heilbronner Pferdemarkt bereits seit 1770. Der Heilbronner Pferdemarkt gehört seit 1927 zu den größten traditionellen Jahrmärkten, die in einer deutschen Innenstadt abgehalten werden, und ist der erste größere Markt im Jahr in der Region Heilbronn.

Erstmals wurde der Vieh- und Rossmarkt am 22. Februar 1770 auf den Hammelwasen veranstaltet. Damals führte der Heilbronner Bürgermeister Georg Heinrich von Roßkampff den jährlichen Vieh- und Pferdemarkt beim Heilbronner Schießhaus ein. Georg Heinrich von Roßkampff hatte sich schon zuvor als Förderer der Landwirtschaft und Viehzucht erwiesen. 1765 führte er die Luzerne als Futterpflanze aus Südfrankreich ein. Ebenso trieb er erfolgreich die Veredelung von Zuchtvieh auf den städtischen Höfen voran. Ein überregional beachteter Viehmarkt sollte helfen, das qualitativ hochwertige Heilbronner Zuchtvieh bekanntzumachen und neue Absatzmärkte zu erschließen.

Der erste Heilbronner Vieh- und Rossmarkt verlief mit einem Umsatz von 10.146 Gulden so erfolgreich, dass der Rat der Stadt beschloss, jährlich drei solcher gewinnbringender Vieh- und Rossmärkte abzuhalten. Um über repräsentative Räume für die Kaufabschlüsse zu verfügen, wurde auch der Bau des Schießhaus beschlossen. Mit dem Vieh- und Rossmarkt entwickelte sich rasch auch der  Krämer- und Handwerkermarkt. Die Krämer und Handwerker sahen in den nach erfolgtem Viehverkauf zahlungskräftigen Bauern eine lukrative Kundschaft. Für den Krämer- und Handwerkermarkt wurde 1772 eine gesonderte Marktordnung bekannt gegeben.

Um die Bedeutung des Vieh- und Rossmarktes zu unterstreichen, wurden silberne und bronzene, künstlerisch gestaltete Viehmarktstaler geprägt.

Nach der Erlaubnis der Kreisregierung für einen Markt „mit Wagen und Sattlerwaren“ standen am 26. Februar 1906 beim Wollhaus ungefähr 550 Pferde zum Verkauf. Während des Ersten Weltkriegs wurden die Märkte abgesetzt und erst 1923 wieder aufgenommen. In diesem Jahr zog der Pferdemarkt in die Moltkestraße um. Seiner Anziehungskraft hat es nicht geschadet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der erste Pferdemarkt am 27. Februar 1950 eröffnet. Im Jahr 1970 wurden 80.000 Besucher gezählt und 250 Händler sowie 45 Aussteller präsentierten landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen. Das Angebot an Nutztieren beschränkte sich auf 25 Pferde und drei Esel, an der Pferdeprämierung nahmen 130 Zuchtpferde teil. 1976 kam der Samstag als dritter Markttag hinzu.